Alles unter Dach und Fach: Die perfekte Dachform für den Hausbau finden

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Alles unter Dach und Fach: Die perfekte Dachform für den Hausbau finden

In der letzten Zeit habe ich viel mit einem guten Freund aus Hamburg telefoniert, der mich um Hilfe gefragt hat. Während Corona fällt ihm ganz schön die Decke auf den Kopf – er, seine Frau, sein Sohn und der Familienhund haben zwar eine recht große Wohnung, merken aber momentan, dass sie doch gerne ein Massivhaus in Hamburg bauen wollen. Deshalb hat mein Freund mich, als gelernten Architekten um Rat gefragt, was das Dach seines zukünftigen Hauses betrifft. Diese Informationen möchte ich auch mit euch teilen.

Welche Dachformen gibt es? Was sind ihre Vor- und Nachteile?

Es gibt viele verschiedene Dachformen und Unterformen. Damit das alles nicht ausartet, beschränke ich mich darauf, euch für einen allgemeinen Überblick vier der beliebtesten Dächer vorzustellen.

  • Satteldach: Das Sattelfdach ist die Dachform, die am häufigsten bei Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern vorkommt. Sie besitzt zwei abgeschrägte Seiten und ist in der Herstellung relativ günstig. Das zeitlose, klassische Design kann Vor- oder Nachteil sein, denn es ist natürlich kein besonderer Hingucker. Auf einem Satteldach ist die Anbringung von Solaranlagen möglich, außerdem sind die Giebelseiten kaum wetter- und witterungsanfällig. Bei einer flachen Dachneigung können auch höhere Möbel im Obergeschoss aufgestellt werden, ansonsten müsst ihr mit einem kleinen Platzverlust rechnen.
  • Flachdach: Das Flachdach ist typisch für den Bauhausstil. Es war besonders in den 20er- und 60er-Jahren im Bauwesen sehr beliebt. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass es kostengünstig ist und sich das oberste Geschoss voll nutzen lässt: hier müsst ihr keine Dachschrägen befürchten, sondern habt gerade Wände, an die alle Möbel passen. Das Flachdach ermöglicht das Anbringen von Solaranlagen sowie die Konstruktion einer Dachterrasse. Bei Schnee ist es allerdings einer größeren Belastung ausgesetzt als schräge Dächer.
  • Pultdach: Das Pultdach überzeugt mit einer sehr modernen Ästhetik. Es hat nur eine einzelne geneigte Dachseite – oder, beim versetzten Pultdach, zwei Pultdächer, die übereinander liegen. Es ist zwar kostengünstig, muss aber gut gedämmt sein, damit es im Sommer nicht zu heiß im Haus wird.

Ein Pultdach in Köln

  • Walmdach: Das Walmdach erkennt ihr an seinen vier geneigten Seiten. Es kommt oft in den Alpen oder bei Bauernhäusern zum Einsatz. Es ist sehr stabil und von allen Seiten wettergeschützt. Zudem ist genug Platz, um einen Dachboden auszubauen. Die Herstellung von Walmdächern ist aufwendig, deshalb sind sie teurer als andere Dächer. Auch hier müsst ihr beachten, dass sich die Schrägen auf den Nutzungsraum im Obergeschoss auswirken.

Welches Dach passt zu mir? Das müsst ihr bei eurer Entscheidung alles im Blick haben

Doch welches der Dächer ist jetzt das richtige für mich? Um diese Entscheidung zu fällen, könnt ihr diverse Faktoren wie Kosten, Design und Energieeffizienz miteinbeziehen.

Wie viel Geld habt ihr zur Verfügung?

Entscheidet ihr euch für die günstige Varianten wie das Flachdach und das Pultdach? Oder doch das etwas teurere Walmdach? Ihr solltet bei der Planung eures Hauses genau wissen, wieviel Geld ihr für das Dach benötigt bzw. ausgeben könnt.

Design oder nicht sein

Design und Optik sind für mich natürlich ausschlaggebende Punkte! Sie müssen zum Haus passen und ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Bestimmte Dachformen lassen nur bestimmte Ziegelarten zu – hier müsst ihr genau schauen, welche Materialien zu eurem Haus und euren Vorstellungen passen.

Satteldächer bei Reihenhäusern in Köln

Öko? Logisch!

Ein wichtiger Faktor beim Hausbau ist natürlich auch die Energieeffizienz. Bei Dächern gibt es zum Teil große Unterschiede: Sind sie wetter- und witterungsfest? Kann ich sie gut dämmen? Je nach Dachform könnt ihr außerdem Solaranlagen anbringen und euren eigenen Strom erzeugen!

Nutzung des Dachgeschosses

Wofür benötigt ihr das Obergeschoss? Sollen dort uneingeschränkt Möbel stehen können? Und wollt ihr vielleicht einen Dachboden für mehr Stauraum ausbauen? All das solltet ihr bei der Wahl eures Daches bedenken.

Wie ihr sehen könnt, ist die Entscheidung der Dachform für den Hausbau nicht nur wichtig, sondern auch gar nicht so einfach. Informiert euch am besten vorher umfassend.

Welches Dach spricht euch am meisten an? Legt ihr großen Wert auf die Optik oder eher auf Funktionalität? Habt ihr vielleicht schon selbst Erfahrungen im Hausbau gesammelt?

Ich freue mich über eure Kommentare!

Euer Danny

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